10 - Automatik-Westen: Welche Rettungsweste passt am besten?
Mit JANSSEN MARITIMES sind Sie gut beraten
Mit dem Spätsommer und dem anbrechenden Herbst kommt auch langsam das „knackige“ Wetter hier bei uns in Bremerhaven wieder. Viele Segler und Motorbootfahrer müssen sich nun wieder auf mehr Tiefdruck-Einfluss auf Nord- und Ostsee einstellen – und damit auch auf Wind, Regen, Schlechtwetter. Abgesehen davon, dass die Ausflüge, Urlaubstörns oder Wochenend-Trips damit wieder spannender und seemännisch anspruchsvoller werden, steigt natürlich auch das Risiko. Das Thema „Sicherheit an Bord“ rückt nach den flauen, heißen Sommer-Wochen wieder mehr in den Vordergrund.

Bei uns im Laden finden Sie eine große Auswahl an Rettungswesten
Und damit auch die gute alte Rettungsweste. Wie auch immer Sie an Bord Ihres Bootes das Tragen dieses essentiellen Bestandteils der Sicherheitsausstattung handhaben, es sollte zunächst einmal klar sein, dass wir bei der Seefahrt, auch „nur“ in Küstennähe, immer auf die selbstauslösende Automatikweste setzen! Und weder uns selbst noch unsere Kinder mit Feststoffwesten abspeisen. Diese sind keine (!) Rettungsmittel, sondern „Auftriebshilfen“ im engeren Sinne. Viele Feststoff-Westen sind nicht ohnmachtssicher. Sie eignen sich daher nicht als Rettungsmittel! In diesem Artikel sprechen wir daher nur über die sich selbständig aufblasenden Rettungswesten.
Welche Automatikweste am besten passt: Die Kriterien
Das Angebot an automatischen Rettungswesten ist sehr groß, wie bei allem im Wassersport. Es gibt dabei etablierte und namhafte Marken und auch sehr preiswerte Anbieter. So kann eine „Billig-Rettungsweste“ mit 150 N Auftrieb (später mehr dazu) im Internet schon gern mal nur 65 Euro kosten – das Markenprodukt in der gleichen 150 N-Auftriebsklasse schlägt mit 150 oder 200 Euro zu Buche. Welche kaufen? Das ist die Frage … denn wenn man bedenkt, dass Sie an Bord oftmals mehr als eine Weste brauchen, kann da schon ein ganz schönes Budget für die Westen alleine zusammen kommen …

Preiswert oder Upper brand? Wie soll man als Skipper entscheiden?
Wir haben uns bei JANSSEN MARITIMES ganz bewusst dazu entschieden, uns nicht nur auf einen einzigen Hersteller zu beschränken, sondern im Prinzip alle Marken anzubieten. Für diesen Artikel haben wir uns mal drei europäische Qualitätshersteller herausgesucht, die einen gewissen Namen haben und deren Produkte Sie beruhigt erwerben können. Alle drei erfüllen selbstverständlich die europäischen CE-Normen und eine davon sogar die strengen SOLAS-Vorschiften. Unsere deutsche Marke Secumar ist zudem TÜV-zertifiziert, wird regelmäßig vom DNV getestet und produziert Sogar in Deutschland (in Pinneberg bei Hamburg, um genau zu sein).

Auf jeden Fall immer aufblasbare Rettungswesten!
Das wäre auch unser erster Einkaufstipp: Finger weg von den ganz billigen No-name Produkten! Letztlich ist die Rettungsweste Ihr Lebensretter! Oder der Ihrer Partner, Ihrer Kinder und Gäste an Bord. Wollen wir da wegen 50 Euro das Risiko eingehen? Temu & Co sollten also als Einkaufsplattformen für solch sicherheitsrelevantes Zubehör tabu sein. Doch wie stellt man das nun am besten an? Natürlich möchten Sie Rettungswesten an Bord haben, die ganz sicher im Falle eines Falles auslösen, die Sie dann möglichst lange an der Wasseroberfläche halten und so entscheidend zur Rettung beitragen. Fangen wir langsam an …
Talamex, Plastimo, Crewsaver oder Secumar? Welche Rettungsweste sollten Sie kaufen?
Den Produkten der drei Marken, für die wir uns bei JANSSEN MARITIMES entschieden haben, können Sie grundsätzlich und buchstäblich Ihr Leben anvertrauen. Wie haben es schon erwähnt: Secumar ist als „Made in Germany“-Unternehmen nicht nur der „Mercedes“ unter den Rettungswesten-Herstellern, sie bieten zudem die höchste Innovations-Dichte und eine sehr breite Palette an Automatik-Westen vom Kleinkind (!) bis zum Profi-Offshore-Segler im Eismeer an.

Secumar "kann" auch einfache Westen ...
Wer auf hochwertigste Markenware, eine komplett deutsche Fertigung, lückenlosen Service und absolute Sicherheit setzen will, der entscheidet sich für Secumar. Wir empfehlen diese Rettungswesten generell zwei Kunden-Typen: Erstens, als „Primär-Weste“ für diejenigen, die immer an Bord sind. Wenn Sie also mit Ihrer Frau zusammen segeln und Sie beide immer an Bord sind, gönnen Sie sich und Ihrer Partnerin eine hochwertige Secumar-Weste. Zweitens: „Ernsthaftes“ Offshore-Segeln (und das kann durchaus schon die Nordsee oder die fernere Ostsee sein). Wenn Sie also auf großen Seereisen unterwegs sind, investieren Sie in Secumar-Westen. Gleiches gilt übrigens für die Produkte von Crewsaver aus Großbritannien, die ebenfalls von sehr guter Qualität und vor allem großem Tragekomfort sind.

Crewsaver ist eine Top-Marke aus UK
Für das „Mittelsegment“ bieten sich Rettungswesten von Plastimo oder Crewsaver an. Der Name "Plastimo" ist hierbei etwas irreführend, denn er klingt für viele Menschen nach „billiger Plastik“. In Wahrheit ist Plastimo ein riesiger französischer Wassersport-Spezialist, der zur ebenfalls französischen Wichard-Gruppe gehört. Die Rettungswesten sind selbstverständlich zertifiziert und entsprechen allen gesetzlichen Anforderungen. Wer eher nur sporadisch „weit raus“ fährt, Schönwetter-Segler ist und im küstennahen Bereich bleibt, der ist mit den Plastimo-Westen mehr als gut ausgestattet. Plastimo bietet solide Qualität und einige Produkt-Heros, die sehr wohl im Premium-Bereich angesiedelt sind.

Basic - und Standard: Mit Talamex liegen Sie eigentlich immer richtig
Last, but not least, Talamex. Auch wieder ein komischer Name. Dies ist eine holländische Eigenmarke, die ursprünglich von den Großhändlern der Lankhorst-Gruppe gegründet worden ist. In Wahrheit werden diese Westen oftmals bei Besto gefertigt – also alles andere, als „billig“! Talamex-Westen entsprechen auch allen CE- und SOLAS-Anforderungen, bilden aber eher das preiswertere Segment ab. Sie bieten eine solide Basis-Qualität und können alles, was eine Automatik-Weste können muss, sind aber eher weniger mit Premium-Features ausgestattet. Für uns sind Plastimo- und auch Talamex-Westen empfehlenswert für Segler und Motorboot-Fahrer, die wirklich nur im Schönwetter draußen sind – und eignen sich hervorragend als „Bordgast-Westen“. Denn für nur sporadisch an Bord kommende Mitsegler oder Mitfahrer (meist dann ja sowieso bei schönem Wetter), muss es nicht unbedingt immer die Premium-Secumar sein …
Die Auftriebsklasse macht´s …
Da wir jetzt die „Hackordnung“ geklärt haben, kommen wir zu den eigentlich wichtigeren Fragen. Denn wie Sie bemerkt haben, ist durch die extrem strengen Sicherheits-Vorschriften über alle seriösen Marken hinweg die Sicherheit der Weste eigentlich gleich. Egal, ob Secumar, Talamex, Plastimo oder Crewsaver. Worauf Sie viel mehr achten sollten, das sind die Auftriebsklassen. Und hier entstehen oft die größten Missverständnisse beim Rettungswesten-Kauf.

Das sind die vier Haupt-Auftriebsklassen bei Rettungswesten
Zunächst: Die „Kraft“, mit der die Weste Sie an der Wasseroberfläche hält, wird in Newton angegeben. Ein Newton entspricht dabei der Kraft die es braucht, um etwa 100 Gramm Gewicht (genau: 102 Gramm) im Wasser oben zu halten. Und hier der Fehler, den viele machen: Sie gehen vom eigenen Körpergewicht aus und suchen dann das Maximum an Auftrieb dafür. Der Irrtum besteht aber darin, dass die Weste gar nicht den gesamten Körper über Wasser halten muss, sondern nur den Kopf! Da der Menschliche Körper in etwa die Dichte von Meerwasser hat, schwimmt er meist (auch mit Klamotten!) direkt unter der Wasseroberfläche. Von ganz alleine.

Dummy im Testbecken bei Secumar: Vor allem ohnmachtssicher muss die Weste sein!
Was eine Rettungsweste also leisten muss ist, nur den Kopf aus dem Wasser zu haben – und das möglichst in einer „ohnmachtssicheren“ Position. Das bedeutet, dass die Atemwege frei zum Atmen bleiben und der MOB-Fall auch ohnmächtig und bei Sturmwellen atmen kann. Ein menschlicher Kopf wiegt in etwa so viel wie … ein großer Weißkohl. Also: Ihr Körpergewicht ist bei der Rettungswesten-Wahl irrelevant. Denn schon die kleinste Auftriebsklasse von 50 Newton hebt einen „Weißkohl“ aus dem Wasser. Aber …!
Es kommt auf die Ohnmachtssicherheit an
Bei Rettungswesten geht es um die Ohnmachts-Sicherheit. Und hier kommen die Auftriebsklassen ins Spiel. Denn obschon 50 Newton satte 5 Kilogramm an der Wasseroberfläche halten können, sind solche Westen nicht ohnmachtssicher. Was es braucht, sind besonders geformte Auftriebskörper und mehr Kraft, um beispielsweise der sturmbewegten See etwas entgegen setzen zu können. 50 N-Westen sind nur „Auftriebshilfen“, die eher etwas für Kanu-Fahrer, beim SUP-Fahren oder Inshore-Dinghy-Segeln sind. Automatik-Westen fangen sowieso erst bei 100 N Auftrieb an.

Verschiedenste Auslöseautomaten: (Fast) immer gleiche Mechanik
Weil diese 100 N-Westen als „bedingt ohnmachtssicher“ gelten, empfehlen wir diese nur für einen Einsatz auf Binnen-Gewässern. Sobald es aufs Meer geht, auch wenn es nur das Ostsee-Küstensegeln ist, sollten Sie mindestens eine 150 N-Weste tragen! Mit diesen Rettungswesten ist eine allgemeine Ohnmachtssicherheit gegeben. Es ist die meistverkaufte und meistgetragene Rettungswesten-Klasse und gilt als gutes Allround-Produkt für den normalen Segler oder Motorbootfahrer. Man könnte sagen, 150 N ist der Standard im Freizeit-Bereich. Wer „mehr“ will, der wählt die Premium-Klasse.

Großer 275 N Auftriebskörper einer Crewsaver-Weste
Das obere Ende der Skala sind die 275 N-Westen. Dies sind die Premium-Produkte, welche die maximale Sicherheit bieten. Viele unserer Kunden sind Blauwasser-Segler, die oft die Ostsee und Nordsee verlassen. Auf dem Atlantik, bei einer Weltumsegelung und bei Ausflügen in extreme Breiten (mit hoher Sturm-Frequenz) empfehlen wir als „Primär-Weste“ durchaus diese Produkte. Sie bieten viele Extras. Aber kommen auch mit einem Preis: Sie sind schwerer auf den Schultern und können beim Abbergen durchaus den Wiedereinstieg (oder Einstieg in eine Rettungsinsel) behindern, da sie sehr viele Auftriebskörper entfalten. Daher empfehlen wir auch die Fachberatung und Anprobe im Geschäft …
Sinnvolle Extras bei Rettungswesten
Wie bei einem Auto auch, können Sie bei Rettungswesten „Extra-Ausstattungen“ haben. Hier unterscheiden sich dann auch oftmals die einzelnen Marken untereinander. Was alle Automatik-Westen in der Basis-Version bereits haben sollten, sind eine Signal-Pfeife, um nachts entdeckt zu werden, und reflektierende Aufnäher. Können Sie das bei einem Internet-Billigangebot im Shop sehen? Zusätzlich hierzu ist für seegehende Yachten ein Spraycap sinnvoll. Dies ist eine große „Kapuze“ mit Sichtfenster, die man über den Kopf zieht, um so vor den Wellen und der Gischt sicher zu sein. Ein wichtiges Feature! Achten Sie auf vernünftige Harness-Ringe! Hier wird beim Abbergen (zum Beispiel mit einem Helikopter) das rettende Kabel eingeklinkt. Der Harness-Ring kann dabei aus Stahl oder bruchfestem Dyneema sein. Hier passt dann auch ein robuster Lifebelt, der die Weste und ihren Träger fest mit dem Boot verbindet und effektiv ein Überbordgehen verhindern kann. Übrigens, ein Schrittgurt sollte auch Standard Ihrer Weste sein.

Komplett geschützt: Blinklicht und AIS-Notfunkbake
Ebenfalls sehr sinnvoll sind elektrische Blinklichter, die bei Wasserkontakt auslösen. Diese sind meist nicht im Basis-Umfang enthalten (außer bei den Premium-Produkten). Wer nachts über Bord geht, ist so weithin sichtbar, ohne angestrahlt werden zu müssen. Und letztlich, wer Einhand segelt, wer eine eher ungeübte Wache absichern will oder offshore geht, der sollte eine Personal-EPIRB (PLB) oder ein MOB-Locator an die Weste hängen. Diese kleinen Peilsender arbeiten entweder via Satellit (wie eine normale EPIRB) oder funken auf UKW (um dann als MOB AIS-Signal alle umliegenden Plotter zu alarmieren). Wir können PLBs mindestens für die aktiven Wachgänger wärmstens empfehlen, denn mit jeder neuen Wache gibt man das Gerät einfach weiter.
Automatik-Westen für segelnde Kinder?
Oft hält sich bei vielen Familien-Seglern die irrige Annahme, dass Automatik-Westen Kinder beim Aufblasen „verletzen“ könnten. Aus irgendeinem Grund glauben viele Eltern, dass Automatikwesten nur etwas für Erwachsene sind. Auch wir sehen noch sehr häufig Kinder an Bord mit Feststoff-Westen. Machen Sie das nicht! Gerade je kleiner das Kind ist, desto schwerer ist sein Kopf im Verhältnis zum Rest des Körpers: Die Kraft, die eine Weste benötigt, um diesen „kleinen Weißkohl“ über Wasser zu bekommen, muss also deutlich höher sein. Der Drehpunkt des Körper ist viel weiter oben – noch dazu, wenn Windeln getragen werden.

Die Secumar DuoProtect-Westen funktionieren auch mit Loch!
Secumar bietet mit den Mini-, Arcona- und Junior-Westen speziell auf diese Kinder-Physiologie abgestimmte Rettungswesten an. Es sind sehr hochwertige Automatikwesten, die selbstverständlich nicht das Kind verletzten, die mitsegelnde oder mitfahrende Kinder an Bord sichern. Die DuoProtect-Technologie, die nur Secumar hat, schützt doppelt: Selbst wenn beim Spielen im Brombeerbusch der Marina die Weste ein Loch bekommt und Sie es nicht bemerken, bläst diese sicher auf und hält das Kind an der Wasseroberfläche: Natürlich auch ohnmachtssicher! Kinder an Deck und im Cockpit unterwegs immer mit einem Lifebelt sichern, dann passiert auch bei anspruchsvollen Bedingungen nichts.
Schluss mit diesen Rettungswesten-Mythen!
Wo wir schon bei den Mythen sind, wollen wir hier gleich noch mit einigen anderen, weitverbreiteten Irrungen und Wirrungen im Bereich der Rettungswesten aufräumen. Nein, eine Rettungsweste geht nicht explosionsartig auf wie ein Airbag! Das CO2 der Patronen strömt langsam in die Auftriebskörper. Keine Sorge also, Ihr Trommelfell wird nicht platzen. Ebenfalls ein Mythos ist, dass die Auslöse-Automaten eine „Salztablette“ enthalten. Diese Tablette besteht im Gegenteil aus extrem verpressten Zellulose-Fasern, wie sie auch in Taschentüchern enthalten sind. Nach maximal 3 Sekunden Wasserkontakt lösen diese sicher aus.

Nein, das ist KEINE Salztablette!
Rettungswesten laufen nicht ab! Auch wenn Sie einmal die alle 2 Jahre vorgeschriebene (und sinnvolle!) Wartung verpasst haben, wird die Weste dadurch nicht „schlecht“. Sie können auch länger nicht gewartete Westen durchaus durch einen professionellen Wartungsbetrieb – wie JANSSEN MARITIMES – wieder betriebsbereit auf Vordermann bringen lassen. Ebenfalls ein Irrglaube ist, dass eine einmal ausgelöste Weste irgendwie „benutzt und kaputt“ sei. Im Gegenteil: Man kann bei manchen Modellen (bsp. Secumar) sogar selbst die Auftriebskörper neu packen, eine neue CO2-Patrone einschrauben und auch eine neue Tablette einlegen! Ausgelöste Westen also nie wegwerfen! Und zuletzt: Automatik-Westen gehen immer automatisch auf.

Ausgelöste Rettungswesten sind sehr wohl wiederverwendbar!
Das stimmt leider nur teilweise. Wir haben es selbst schon erlebt, dass aus unerfindlichen Gründen der Auslöseautomat eben nicht auslöst. Dafür haben alle (!) Rettungswesten immer auch eine Kordel, die 100%ig sicher auslöst. Der Tipp ist, dass, wenn man ins Wasser fällt und man es kann, man immer zur Sicherheit an der Kordel zieht und eben nicht auf die Tablette „wartet“. Gleichsam hält sich der Irrglaube, dass auf der anderen Seite starker Regen oder Gischt die Weste an Bord auslösen kann. Das passiert äußerst (!) selten und auch nur bei permanenter Wassereinwirkung. Hydrostatische Auslöser, die auf Wasserdruck reagieren, nicht auf Feuchtigkeit, sind übrigens vor dieser Fehlauslösung gefeit.
Sparen Sie nicht am falschen Ende.
Fassen wir zusammen: Den Rettungswestenkauf sollte immer Ihr Einsatzgebiet und Intensität der Seefahrt, die Sie betreiben, bestimmen. Wer viel offshore unterwegs ist und weite Strecken (durch die Nächte) segelt oder fährt, der sollte in möglichst hochwertige, voll ausgestattete Westen der hohen Auftriebsklassen investieren. Für das Küsten-Urlaubs-Segeln eignen sich 150 N-Westen hervorragend, für sporadische Gäste und Mitsegler, die nicht häufig an Bord sind, - also die „Backskisten-Westen“ – reichen preiswertere Rettungswesten aus.

Wartung, CO2-Patronen- und Cellulose-Tablettentausch: Wichtig!
Für diejenigen, die immer an Bord sind und vor allem für mitsegelnde Kinder sollten Sie nicht am Budget sparen! Ja, die Premium-Produkte kosten eine Menge Geld, der Sicherheits-Vorsprung gegenüber Billig-Westen im gleichen Auftriebssegment ist allerdings enorm. Und Ihre Sicherheit damit auch. Was Kinder angeht, so sollten wir uns einig sein, dass diese immer und jederzeit das Maximum an Sicherheit an Bord verdient haben. Wichtig sind auch nicht gleich sichtbare Faktoren beim Rettungswesten-Kauf, wie – ganz oben! – der Tragekomfort. Manch´ Körper kommt besser mit der einen Passform aus, manch´ anderer verträgt die andere Form besser. Vergessen Sie nicht, dass eine 275 N-Weste zwischen 1.7 bis 2 Kilogramm wiegt: Und die tragen Sie mitunter viele Stunden lang auf den Schultern. Anprobieren ist also Pflicht!
Auswahl, Beratung, Wartung – bei uns in einer Hand
Was uns zum Schluss unseres Artikels bringt: Den Fachhandel. Selbst wenn bei uns Kunden online Rettungswesten bestellen, empfehlen wir immer, in den Laden zu kommen und die Westen anzuprobieren. Bei einem solchen Beratungstermin können wir zudem nochmals Ihr persönliches Segel- oder Motorboot-Verhalten besprechen und Ihnen bestimmte Westen empfehlen, die besonders passen könnten. Passen, sowohl zum Nutzungskonzept als auch zu Ihrem Körper! Eine weitere, tolle Gelegenheit, Rettungswesten zu probieren und zu kaufen, sind die Bootsmessen: Hier dann direkt beim Hersteller.

Wir haben die Kompetenz, wir haben die Westen und wir haben das Zubehör!
Last not least noch ein Hinweis für alle Skipper, die schon ihre Westen haben: Auch wenn es „nervt“, halten Sie bitte unbedingt die Wartungs-Intervalle von 2 Jahren ein! Denn zum einen wollen Sie sicher sein, dass im Falle eines Falles auch wirklich alles reibungslos funktioniert. Und zum anderen kann ein Schaden, der durch eine nicht gewartete Weste entsteht (und dann ja Schaden an Leib und Leben!) ernsthafte Folgen für den Schiffsführer haben, von der moralischen Thematik einmal abgesehen.
JANSSEN MARITIMES ist Ihr kompletter Schiffsausrüster: Wir beraten Sie gern und bieten die volle Palette unserer drei Marken: Kommen Sie gern in Bremerhaven vorbei, legen Sie direkt am Kai vor dem Geschäft an …