13 - Antifouling selbst gemacht: Aber nur mit Profi-Beratung!

Warum wir bei JANSSEN MARITIMES auf Seajet setzen.

Winterzeit – Bootspflege-Zeit! Die allermeisten Yachten, ganz gleich ob Segel- oder Motorboote – sind nun langsam alle aus dem Wasser genommen und in die Winterlager gebracht worden. Jetzt, an Land auf den Lagerböcken, haben Sie als Eigner den besten Zugang zum Unterwasserschiff und auch die Zeit, sich um das Antifouling Ihrer Yacht zu kümmern. Auch wenn wir aus verschiedenen Gründen eher empfehlen, diese Arbeiten an Profis zu geben, streichen noch immer sehr viele Eigner ihre Rümpfe selbst.

Michael Böhler berät Sie bei JANSSEN MARITIMES

 „Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden, meint Michael Böhler von JANSSEN MARITIMES: „Wenn man weiß, was man tut und wenn man es professionell macht!“ Wir möchten Ihnen in diesem Blog-Post viele praktische Tipps geben, wie Sie sowohl einen kompletten Neuaufbau wie auch das Auffrischen des Antifoulings selbst machen können – und warum wir als Yachtausrüster dabei vor allem die Produkte von Seajet empfehlen würden. So oder so: Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie bitte gern Michael Böhler oder kommen Sie einfach direkt in unser Ladengeschäft nach Bremerhaven. Hier wird Ihnen geholfen.

Antifouling selbst streichen?

Alles wird teurer. Das gilt nicht nur für Produkte, sondern auch für Arbeitsstunden. Ein Unterwasserschiff zu streichen ist sehr arbeitsintensiv – und zudem keine wirklich angenehme Arbeit. Professionelle Dienstleister lassen sich diesen Service etwas kosten – zu Recht, wie wir finden – und wer sein Schiff mit einem makellosen, hochwertigen, lang haltenden und vor allem durch die Gewährleistung des ausführenden Betriebes schützen möchte, der sollte unbedingt diese Investition tätigen. Allerdings, als do-it-yourself ausgeführt sparen Sie sich als Eigner viele hundert Euro für den Auffrischungsanstrich – und sicher einige tausend Euro bei einem Komplettaufbau! Kein Wunder, dass sich viele Bootsbesitzer für die Arbeit in Eigenregier entscheiden.

Die Auswahl ist riesig. Finden Sie sich in den Katalogen zurecht?

„Wer das zum ersten mal macht, der sollte sich grundsätzlich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen“, rät Michael Böhler. „Das beginnt bei der Auswahl des Antifouling-Typs, geht über die Planung des Anstriches bis zum Einkauf der benötigten Arbeitsmaterialien.“ Als Anfänger kann man das alles kaum mit YouTube-Recherche allein bewältigen. Wir beraten bei JANSSEN MARITIMES ständig Bootseigner mit diesen Projekten. Der Bootstyp, das Fahrt-Revier, die Nutzungshäufigkeit … all das sind Messgrößen, auf deren Basis erst einmal das richtige Antifouling identifiziert werden muss. „International, Hempel oder doch Folie oder andere Marken? Die Auswahl ist schier unendlich. Und am Steg wird – wie immer – viel Garn gesponnen“, weiß Michael.

Warum wir (unter Anderem) auf auf Seajet setzen.

Wir bieten ein Großteil der Marken bei uns an. Für einen Großteil unserer Kunden mit dem Fahrtrevier Nordsee, Ostsee aber auch Mittelmeer, hat sich allerdings Seajet am meisten bewährt. Diese Marke gehört zum japanischen Chugoku-Konzern, der 1917 als Lieferant für die damalige Kaiserliche Marine gegründet wurde. Heute ist Chugoku einer der größten Hersteller professioneller Anstriche, vor allem für große Frachter-Flotten und natürlich auch das Militär. „Dadurch kann man sich sicher sein, dass hier enorm in die Forschung und Entwicklung investiert wird.“, sagt Michael Böhler, „Das sind Erkenntnisse, die unmittelbar auch für den privaten Anwender genutzt werden – eben für Seajet.“

"Weil es wirkt" - wir empfehlen Seajet-Produkte.

Seajet-Antifouling-Produkte bieten in unabhängigen Tests und Vergleichen oft ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und solide bis sehr gute Ergebnisse gegenüber anderen etablierten Herstellern. Die jeweiligen Vorteile hängen vom konkreten Produkt ab und sind Einzelfall-Entscheidungen: „Manchmal passt dann Bajo Coatings eben besser“, sagt Michael. Dabei schneiden vor allem die selbstpolierenden Seajet-Antifoulings in Tests überdurchschnittlich gut ab. „Das wären das 033 Shogun, das 034 Emperor und das 039 Platinum“, meint Michael. Die harten Matrix-Produkte sind wiederum besonders für Hochgeschwindigkeits-Anwendungen (also Motorboote) und bei oft trockenfallenden Yachten sinnvoll. „Viele unserer GARCIA- und ALLURES-Eigner machen gute Erfahrungen mit Seajet.“

Produktkenntnis ist das A und O bei Primer & Antifouling!

Und dann wären da noch die Biozid-freien Produkte, die zwar noch eher ein Schattendasein führen, aber durchaus nachgefragt werden. „Das Bioclean Eco und das 021 Eko von Seajet sind Silikon-basierte Foul-Release-Systeme oder sogenannte Hydrolyse-basierte Beschichtungen. Sie verhindern Anhaftung durch besonders glatte Oberflächen.“, weiß Michael. In Tests zeigen sie gute Ergebnisse, sind leicht zu reinigen und wirksam. „Wir empfehlen diese Produkte vor allem Eignern, die in in sensiblen Gewässern unterwegs sind.“ Nicht zu vergessen, die Primer-Schicht(en) – denn ohne eine gute Basis, hält selbst das beste Antifouling nicht.

Was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihr Unterwasserschiff selbst streichen wollen.

Was uns zu Ihrem Projekt bringt. Wenn Sie das U-Schiff Ihrer Yacht komplett neu aufbauen möchten, kommt zunächst auf den blanken, äußerst penibel (!) zu schleifenden, akkurate entstaubten und entfetteten Rumpf die sogenannte Primer-Schicht. "Seajet bietet hier 2-Komponenten-Systeme an, die perfekt auf die Antifoulings abgestimmt sind“, erklärt Michael. Im Prinzip sind diese Epoxi-Harze, die mit einem Härter vermischt werden müssen. Absolut wichtig ist hierbei das Mischungsverhältnis! Es muss auf das Gramm genau (!) abgestimmt werden: Die Mixtur muss zudem extrem sauber vermengt werden. „Mit dem Holzspatel kommt man da nicht weit, wir raten zu professionellen Rührhaken für die Bohrmaschine oder den Akku-Schrauber.“ Alles Produkte, die wir auch bei JANSSEN MARITIMES führen.

Professionell wird es nur mit den passenden Tools.

Der Primer muss dann in (dringend empfohlen) fünf Schichten aufgebracht werden: Dabei sind Außentemperatur, Rumpftemperatur und die Luftfeuchtigkeit entscheidend. „Wer selbst streichen will, muss sich da genau einlesen und unbedingt die Anweisungen des Herstellers beachten!“ Und wenn nicht? Dann kann alles wieder abblättern, die Arbeit war für die Katz. Primer und Antifouling werden am besten mittels Malerrollen aufgetragen. Aber Achtung: Hier reichen nicht die billigen Baumarkt-Rollen, die man sonst beim Küchenanstrich verwendet! Es sollten schon nicht-fusselnde Spezialrollen sein. Denn die Chemikalien in Primer und Antifouling greifen durchaus schnell die Rollen an und führen dazu, dass diese unter akutem „Haarverlust“ leiden. Auch hier: Arbeit für die Katz.

Rolle ist eben Nicht gleich Rolle!

Wozu die Primer-Schicht? Nun, moderne GfK-Rümpfe sind meist aus Polyester gebaut. Dieses zieht Wasser, was ganz normal ist. Die Gelcoat-Schicht schützt nicht vor dem osmotisch bedingten Wassereintrag ins Boot. Nur eine ausreichend dicke Epoxi-Schicht (also der Primer) tut dies. Bei Alu-Yachten fungiert der Primer als Haftvermittler zwischen dem Alurumpf und dem Antifouling. Allerdings: „Aluminium ist ein extrem glattes Material. Auch frisch angeschliffen bildet sich sofort, innerhalb von Minuten, eine Oxidschicht – auf der nur schwer etwas anhaftet. Daher raten wir Eignern von Aluminium-Yachten dazu, mindestens den ersten Unterwasser-Anstrich von der Werft oder von einem Profi-Betrieb ausführen zu lassen.“ Als Händler für die Alu-Yachten von ALLURES und GARCIA bieten wir diesen Service selbstverständlich an. Übrigens auch Eignern anderer Fabrikate …

Gutes Arbeitsmaterial – muss sein!

Neben der Auswahl des passenden, richtigen Produktes ist das Arbeitsmaterial und Zubehör entscheidend. Dass Sie in vernünftige Rollen investieren sollten, haben wir angesprochen. Michael weiß: „So eine Rolle reicht bei einem 40-45 Fuß-Boot oftmals nur für einen halben Rumpf. Bei fünf Primer-Anstrichen und drei Antifouling-Schichten rechnet man also mit mindestens 16 Rollen!“ Sauber arbeiten sollten Sie auch – das gilt vor allem für die Wasserlinie. Bei Auffrischungsanstrichen am Rumpf (der natürlich auch vernünftig angeschliffen und gereinigt werden sollte!), ist diese vorgegeben. Bei Neubooten muss man sie selbst finden.

Sparen Sie nicht an den Verbrauchs- und Hilfsmaterialien.

„Das ist oft gar nicht so einfach, denn selbst, wenn der Hersteller Markierungen setzt, sind diese meist viele Meter auseinander.“, sagt Michael Böhler. „Eine saubere Wasserlinie abzukleben ist eine echte Kunst! Als Tipp: Leihen Sie sich einen Bau-Laser aus, mit dessen Hilfe Sie die Wasserlinie optisch akkurat einrichten können und dann entlang des Laserstrahls abkleben!“ Aber bitte: Nur mit Spezialklebeband! Auch hier ist das Malerkrepp aus dem Baumarkt keine Gute Wahl, rät Michael. Apropos Chemikalien: Die Mythem vom krebserregenden Antifouling sind längst passé. „Natürlich liegt es in der Natur eines Biozids – wie der Name ja schon sagt – Lebendigem zu schaden!“ Das muss es auch, denn sonst werden die Wasser-Organismen nicht vom besiedeln des Rumpfes abgehalten. Allerdings enthalten moderne Antifoulings heutzutage keine hochschädlichen Komponenten mehr. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Entwarnung? Nicht ganz …

... schützen Sie Ihre Gesundheit!

„Die Produkte enthalten Lösungsmittel, deren Dämpfe schädlich für die Lungen sind. Andere Chemikalien können Hautreizungen hervorrufen.“, sagt Michael. Daher rät er dazu, unbedingt eine Klasse A-Atemmaske zu tragen. „Auch wenn es nervt. Mit den Dämpfen ist echt nicht zu spaßen!“ Hochwertige Latex-Handschuhe sollten ebenfalls dazugehören, ebenso, wie dichte Maler-Overalls. Sie merken, so ein Einkaufskorb „nur“ für den Antifouling-Anstrich füllt sich ziemlich schnell. Produktkenntnis ist unbedingt erforderlich, um später Fehler zu vermeiden. Und: Klären Sie mit dem Winterlager-Anbieter vorher, ob Sie überhaupt streichen dürfen!

Antifouling für den Schiffspropeller? Da geht was!

Oftmals werden sie vergessen – und krauten dann in der Saison zu: Die Schiffspropeller. „Selbstverständlich sollte man nicht nur Rumpf und Ruder mit einem wirksamen Antifouling versehen, sondern auch die Schraube“, rät Michael Böhler. Das Boots-Antifouling ist allerdings denkbar ungeeignet für diesen Job: „Zunächst einmal sind Boots-Propeller wieder aus einem anderen Material. Und darauf haftet das für Rümpfe optimierte Antifouling nicht.“ Seajet hat ein aus unserer Sicht unschlagbares Propeller-Antifouling entwickelt, das wir sehr empfehlen können: Peller Clean!

Der Goldstandard für Ihren Propeller: Peller-Clean

Da sich Schiffsschrauben mit sehr hohen Umdrehungen durchs Wasser bewegen, treten hier extreme Fliehkräfte auf. Die Beschichtung muss also richtig, richtig fest anhaften! Selbstpolierendes Antifouling, selbst Hart-Antifoulings würden hier nach wenigen Tagen einfach weg sein! „Den Kavitations-Effekt darf man auch nicht vergessen: Die Mikro-Blasen, die hier an den Flügel-Enden regelrecht explodieren, können massive Schrauben zerstören – ganz zu schweigen von einer Farbschicht!“, weiß Michael Böhler. Daher der Rat: Kaufen Sie ein Spezialprodukt wie Peller-Clean, das dann auch seine 1-2 Saisons sicher hält! Übrigens eignet es sich auch bestens für Trimmklappen ... 

Frisch angestrichen und mit einer neuen Anode versehen: So muss das!

Und letztlich: Viele Antifoulings, auch Seajet, enthalten Kupfer. Das ist ein hervorragendes Biozid (Leben mag kein Kupfer!). Wird dieses kupferhaltige Material nun direkt auf den Propeller aufgetragen, der meist aus Aluminium, Bronze oder Messing besteht, entsteht im Seewasser ein galvanisches Element. „Man fährt praktisch mit einer Batterie durch die Gegend!“ Das unedlere Metall, also meist der Antrieb oder der Propeller, beginnt sich dann zu zersetzen und korrodiert wie im Zeitraffer. „Ich denke, es ist klar, was man hier als Bootsbesitzer tun sollte …“, sagt Michael und verweist auf Seajet Peller Clean. Das haben wir bei JANSSEN MARITIMES übrigens auch im Sortiment. Allerdings: Bei Klapp- und Faltpropellern sollte man wissen, wie man das Produkt aufträgt, ohne die Mechanismen und Gelenke zu blockieren ...

Lassen Sie uns über Ihr Antifouling-Projekt sprechen.

Wenn Sie noch immer den Antifouling-Anstrich Ihrer Yacht als do-it-yourself Projekt planen, möchten wir Sie herzlich einladen, dieses mit uns zu besprechen und durchzuplanen. Denn neben den hier angerissenen Punkten gibt es noch viele weitere: Stichwort Farbauswahl oder Indikator-Schichten. Kontaktieren Sie Michael Böhler gern via Email oder besuchen Sie ihn im Ladengeschäft in Bremerhaven und profitieren Sie so nicht nur von unserer Erfahrung und Kompetenz, sondern auch von den Großhandelspreisen, die wir für unsere Produkte bieten können!

Sie haben sicher tausend Fragen: Lassen Sie uns Ihnen helfen.

Falls Sie Ihre Yacht lieber in professionelle Hände geben möchten: Wir haben in dieser Saison noch einige freie Slots, um Ihr Boot bei uns von echten Profis schleifen und wieder anstreichen zu lassen! Wir organisieren die Abholung, das Kranen und die Lagerung. Nutzen Sie die Wintersaison, um Ihre Yacht mit einem wirkungsvollen, hochwertigen Unterwasseranstrich zu versehen – rundum perfekt beraten und ausgerüstet von JANSSEN MARITIMES, Ihrem Yachtausrüster mit Vollsortiment!